Sommermoment 29.04.

Ich trug mein neues Sommerkleid und meine neue Sonnenbrille. Ich fühlte mich gut und es war heiss. So unglaublich heiss. Sommer. Ich stieg in das Tram mit guter Musik in den Ohren. Ich hörte eine Stimme, wie von weit weg, schaute auf und sah M*. Wir hielten Smalltalk, solange wir im Tram waren. Danach stiegen wir aus, liefen auf das Coop zu und dort lernte ich A* kennen. “Ich hab Bier, Whiskycola, Smirnoff und Chips – ist da was für dich dabei?” – “Perfekt”.

Sommer

Wir liefen runter zur Aare, ich schwitzte und genoss es. Wir legten uns ins Gras. Redeten, tranken, assen. Ich machte Fotos, als sie sich ins 11° Grad kalte Wasser wagten. Ich umarmte M* von hinten, küsste ihn auf die Schulter. Wollte ihn in dem Moment nicht mehr loslassen. Es war so ein unglaublich schöner Sommermoment. Und doch… solche Momente sind kurzlebig.

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Into the wild 16.04.

Ich sitze an diesem verlassenem Bahnhof und lese den Nachrichtenverlauf von gestern Abend durch uns könnte kotzen. Schön, dass du weisst, dass du ein Arsch bist. Doch das war nicht das, was ich hören wollte.

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Alles wird gut und es geht weiter. 13.04.

Es geht weiter. Immer weiter und weiter. Ich hatte diese Nacht einen Albtraum und bin aufgewacht. Im Halbschlaf hab ich T* eine SMS geschrieben. Eine leere SMS. Am Morgen erhalte ich Antwort und ja, sie mag nett und freundlich sein, aber ich hätte ihm so gerne gesagt, wie wütend ich auf ihn bin. Doch mein Stolz lies es nicht zu. Zwei Stunden rumheulen haben gereicht. Soll ich es jetzt tun? Soll ich die Frage stellen? Die Tränen fliessen während ich das schreibe und hinter mir sitzt mein Arbeitskollege. Blinzeln und lächeln. Alles wird gut und es geht weiter.

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Kitty 09.04.

Chilli
Chilli

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Please… 08.04.

Könntest du dich bitte melden, damit ich dir sagen kann, dass du ein verficktes Arschloch bist? Bitte!
Rose

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Shame 06.04.

Sex

Ich lag noch verschlafen im Bett und wollte nicht aufstehen, weil das würde bedeuten, dass ich das ganze Ausmass des Chaos in meiner Wohnung sehen würde. Doch dann aktivierte ich den Datennetzmodus bei meinem Handy und eine Nachricht erschien bei WhatsApp. Er wollte kommen, wäre in 10 Minuten da. Ohne zurück zu schreiben, sprang ich auf und stattete der Dusche einen Besuch ab, noch nass und verwirrt versuchte ich das grösste Chaos in meiner Wohnung zu beseitigen, gleichzeitig mir das Gesicht einzucremen und die Zähne zu putzen. Dann klingelte mein Handy, er wars, ich nahm ab und legte zwei Minuten später wieder auf. Wurde nichts daraus… den Grund? Der Grund ist so mies, dass ich mich dafür schäme. Ich schäme mich, dass ich es überhaupt in Betracht gezogen habe.

 

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the sin 04.04.

Meine Güte, ich bin sowas von… ach, dass darf ich gar nicht sagen. Aber heilige Scheisse, ich würde heute Abend echt alles tun, um ihn mit nach Hause zu nehmen. Aber NEIN es geht nicht um Gefühle, sondern nur um Sex. C’est tout. Das Problem ist nur, dass er mich liebt und ich würde ihn ausnützen und dann wäre ich doppelt und dreifach ein Miststück und das wollen wir doch nicht. Und dann kommt noch der andere, dem ich fast schreibe, dass ich absolut gar nicht abgeneigt wäre… und ich bin eine Sünde wert? Und ich kann nicht klar denken und schreiben. Und die Gedanken drehen sich. Ich geh bald nach Hause unter die Dusche, rasiere mir die Beine und werde umwerfend aussehen. Und wenn nicht, werde ich mir das Gefühl vom „umwerfend aussehen“ einfach antrinken. Klappt immer. Gestern 7km gejoggt. 50Min.

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Headshot 02.04.

Freitagnachmittag. Bald kommt das Wochenende und ich sehne mich danach, fürchte mich aber auch. Was will ich und was ist mir wichtig? Freitagabend, spontane Nachricht an M* – was trinken? – ja! Er, ich und sein Kollege. Amüsant, etwas unlocker, trotzdem amüsant. Sein Kollege ist betrunken. Sturzbetrunken. Bier und Jack. Ich trinke wenig, will ich mich doch kontrollieren können. Doch bereits nach dem ersten Bier merke ich, dass ich echt Lust hätte M* zu küssen. Doch dann schlägt die Kirchenuhr und ich weiss, dass es nun der 31. März ist. T* hat Geburtstag und ich weiss noch nicht mal, ob ich ihm gratulieren soll. Die Angst, nie ein Dankeschön zu erhalten und allgemein nie mehr etwas von ihm zu hören ist enorm. Doch am nächsten Tag, Nachmittag, tue ich es. Sende ein Bild mit, wie ich die WC Türe mit einem Glückwunschs Spruch verschönert habe. Danach herrscht Stille. Mein Kopf dröhnt und ich vegetiere den restlichen Tag vor mich hin. Abends eine FB Nachricht: „Stadt?“ – „Vielleicht.“ – „Turnhalle?“ – „ok“. Also wieder M*, ich und ein Kollege von ihm, dieses Mal ein anderer. Amüsant und irgendwie komisch. Nicht gut. Ich schäme mich für meine eigenen Gedanken. Weiss nicht was ich tun soll. Gehe bald nach Hause mit dem letzten Tram. Hoffe auf den sAa. Doch er ist nirgends. Was er wohl tut? Einfach an seiner Tür klingeln? Doch ich gehe in meine Wohnung, lese und schlafe dann ein. Sonntagmorgen 10Uhr klingelt der Wecker und ich springe unter die Dusche. Mir tut alles weh, fühle mich krank. Treffe mich in der Stadt. Zwei Cappuccino und ein angenehmes Gespräch mit einer Freundin. Danach nach Hause. Will noch zu Mama, doch mir tut alles weh. Mir ist übel, mein Kopf dröhnt und mir ist schwindelig. Essen? Ja wär vielleicht ganz gut. Gestärkt davon, lag ich den restlichen Tag auf dem Sofa/Teppich/Balkon und las mein Buch fertig. Zwischendurch durchzuckt mich der Ton einer FB Nachricht von T*. Er freut sich, dankt mir und was weiss was alles. Doch mir tut’s weh. Ich will was von ihm hören, doch sobald es soweit ist, wünsche ich mir, er hätte sich nie gemeldet. Gestern vor einem Jahr haben wir uns zum ersten Mal gesehen. HEADSHOT!

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